Der Nachlass des Librettisten Ludwig Herzer

Projekt

 

AntragstellerInnen

Forschungsinstitut für Operette und Unterhaltungstheater

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Kategorie

Forschungsprojekt

Beschluss

17.06.2019

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Ort

Österreich

Beschreibung

Ludwig Herzer stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Familie aus Wien: Sein Vater Heinrich Herczel war Bankangestellter, seine Mutter Cäcilie, geborene Königsberger, war die Tochter eines Wiener Handelsmannes. Ludwig Herzers Leben war von zwei Leidenschaften geprägt: Schreiben und Medizin. 1938 musste Ludwig Herzer gemeinsam mit seiner Frau Ella, die Konzertpianistin war, seiner Tochter Henny und seinen Schwestern Österreich verlassen und in die Schweiz flüchten – illegal, wie auf den Schweizer Papieren vermerkt ist. Am 17. April 1939 verstarb Ludwig Herzer in St. Gallen. Seiner Tochter gelang es jedoch, nach Shanghai zu flüchten, seine Frau Ella ging über Wien nach Ungarn zu ihrer Familie, wo sie jedoch 1944 verhaftet und deportiert wurde. Sie überlebte und folgte ihrer Tochter, die nach dem Krieg nach Australien gegangen war. Der umfangreiche Gesamtnachlass wurde dem Stadtmuseum Bad Ischl freundlicherweise von Herzers Enkel, Ronnie Bauer, der in Australien lebt, überlassen.

Website

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.