Der Kunsthandel im Spiegel der Ausfuhrakten des Bundesdenkmalamtes 1938–1945 und die Rolle von Logistikunternehmen in diesem Kontext. Eine Untersuchung zur Entziehung mobilen Vermögenswerten von österr. JüdInnen und anderen Verfolgten des NS-Regimes

Projekt

 

AntragstellerInnen

Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge)

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Kategorie

Forschungsprojekt

Beschluss

17.06.2019

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Ort

Österreich

Beschreibung

Wie Ergebnisse eines Vorprojekts der Kommission verdeutlichen, sind während der NS-Zeit über den Kunsthandel Kunst- und Kulturgüter in großem Umfang in das damalige Altreich sowie in andere europäische Länder und nach Übersee gelangt. Nun wird das Augenmerk vor allem auf die involvierten Kunsthandelsbetriebe im In- und Ausland und die Rolle der Denkmalbehörde gerichtet. Eine zentrale Rolle spielten jedoch auch Speditionen, die die Objekte nicht nur lagerten und beförderten, sondern häufig auch die Ausfuhranträge einbrachten. Etliche der involvierten Unternehmen waren zuvor arisiert worden. In dem Projekt geht es vor allem auch um jene Ausfuhranträge, die verfolgte Kunst- und AntiquitätenhändlerInnen gestellt hatten, wobei auch die Ansuchen um Ausfuhr von Kunst- und Kulturgütern aus ihrem Privatbesitz mitberücksichtigt werden. Gerade am Beispiel dieses Personenkreises wäre zu untersuchen, was mit den jeweiligen Lifts tatsächlich geschehen ist. In vielen Fällen ist aus den Ausfuhrakten allein nämlich nicht ersichtlich, ob die jeweiligen Umzugsgüter das nationalsozialistische Österreich überhaupt verlassen haben und, selbst wenn das der Fall war, ob sie ihre Bestimmungsorte jemals erreicht haben.

Website

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.