Café As. Das Überleben des Simon Wiesenthal

Projekt

 

AntragstellerInnen

Jüdisches Museum der Stadt Wien

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Kategorie

Ausstellung

Beschluss

17.06.2019

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Ort

Österreich

Beschreibung

Simon Wiesenthal ist bis heute als jene Person bekannt, die ihr Leben der Gerechtigkeit für die Opfer der Shoah gewidmet hat, und als jener Mann, der Adolf Eichmann aufspürte. Vor der Besetzung Polens und seiner Verfolgung durch die Nationalsozialisten arbeitete Wiesenthal als Architekt. Während seiner Inhaftierung im KZ Mauthausen lernte er den polnischen Kaffeehändler Edmund Staniszewski kennen. Staniszewski wollte nach Kriegsende ein Kaffeehaus in Posen eröffnen und bat Simon Wiesenthal das „Café As“ zu entwerfen. Wiesenthal fertigte erste Skizzen für das Café, Werbungen, Tortendekorationen und sogar Entwürfe für die Uniform der KellnerInnen an – alles, was wir heute eine „Corporate Identity“ nennen. Wiesenthal arbeitete nach der Befreiung des Konzentrationslagers vom Mai bis Juli 1945 an den Zeichnungen, die er nach Skizzen aus Mauthausen anfertigte. Zur Errichtung des Café As kam es jedoch nie. Das Konvolut aus 80 detailreichen Plänen und Zeichnungen für das Café As konnte vom Jüdischen Museum Wien mit Hilfe der Unterstützung der US Friends oft he Jewish Museum Vienna aus dem Nachlass Edmund Staniszewskis für seine Sammlung erworben werden. Es ist ein einzigartiges und signifikantes Zeugnis des Überlebens im mörderischen System des Nationalsozialismus.

Website

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.