Auf- und zugeschüttet. Zur verdrängten Geschichte des Wiener Nordwestbahnhofs

Projekt

 

Beschreibung

Dieses Projekt befasst sich mit einem bedeutenden Aspekt in der Geschichte des Wiener Nordbahnhofs, einem heute weitgehend aus der Erinnerung der Wiener und Wienerinnen verdrängten Areal, das zudem demnächst zur Gänze einem neuen Stadtentwicklungsgebiet weichen wird müssen: Der Schwerpunkt dieses Projekts im Jahr 2020 bilden die Jahre 1924–1945, nachdem der zivile Personenverkehr offiziell eingestellt und die große Halle für die Personenabfertigung für diverse Zwischennutzungen freigegeben wurde. Die Nationalsozialisten verwendeten sie sofort nach dem „Anschluss“ 1938 für die Propagandareden ihrer „Führer“. Die Deutsche Wehrmacht reaktivierte den Bahnhof für militärische Zwecke, baute mit Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen, für die Lager in der unmittelbaren Umgebung eingerichtet wurden, die Flaktürme im Augarten. Der Nordwestbahnhof war auch Ankunftsort von jüdischen ImmigrantInnen aus Nordböhmen. Geplant sind eine (temporäre) Kunstinstallation vor Ort und eine Geschichtswerkstatt unter Einbeziehung vormals vor Ort tätiger MitarbeiterInnen und der Nachbarschaft, ein Symposium und in dessen Folge auch eine Publikation über die Geschichte des Nordwestbahnhofs.

AntragstellerInnen

Tracing Spaces - Institut für künstlerische und wissenschaftliche Forschung

Website

Standort

Österreich

Beschluss

15.05.2020

Kategorie

Symposium, Seminar, Tagung, Konferenz, Workshop

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Fotos

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.