Herzls Tochter. Wiener Frauen für Israel 100 Jahre WIZO

Projekt

 

Beschreibung

Die WIZO, die Women’s International Zionist Organisation, wurde 1920 in London als überparteiliche Dachorganisation für zionistische Frauenorganisationen gegründet. In den folgenden Jahren entstanden auch in anderen Staaten WIZO-Landesorganisationen, die sich für die Errichtung eines jüdischen Staates engagierten. Die meisten der europäischen Landesorganisationen wurden während der Shoah aufgelöst, einige unter ihnen, wie etwa die österreichische, konnten nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden. Der erste zionistische Frauenverein Wiens wurde bereits am 15. Februar 1898 gegründet und 1921 in die WIZO eingegliedert. Die erste Präsidentin von WIZO Österreich war Erna Patak (1871– 1955), sie war eine Freundin der Familie von Theodor Herzl. 1959 wurde die WIZO von der UNO als NGO anerkannt. Seit ihrer Gründung und bis heute ist die WIZO mit mehr als 250.000 Mitgliedern in über 50 Ländern die größte internationale jüdische Frauenorganisation. In der Ausstellung „Herzls Töchter. Wiener Frauen für Israel“ wird auf Basis von Dokumenten und Fotografien aus dem WIZO-Archiv in Wien, aus umfangreichen Teilnachlässen von Mirjam Pollak und Rosl Müller sowie durch die Fotosammlung der fotografischen Chronistin der Wiener Jüdischen Gemeinde, Margit Dobronyi, die Vorkriegs- sowie die Nachkriegsgeschichte der WIZO Österreich aufgezeigt. Die Zerschlagung der WIZO Österreich und die Verfolgung und Ermordung ihrer Mitglieder während der Shoah bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Dokumente und Objekte ermöglichen nicht nur, die Geschichte der WIZO Österreich zu erzählen, sondern auch über die Vernetzung von Jüdinnen auf nationaler sowie internationaler Ebene.

AntragstellerInnen

Jüdisches Museum der Stadt Wien

Website

Standort

Beschluss

21.12.2020

Kategorie

Ausstellung

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.