Reisebüro Schleich - ein Dilemma

Projekt

 

Beschreibung

Das Theaterstück erzählt vom erstaunlich widersprüchlichen Leben des Josef Schleich (1902–1949), der – je nach Lesart – Fluchthelfer, Mitläufer oder Profiteur im Nazi-Regime war. Das historisch fundierte NS-Grenzschmuggel-Drama führt nun in einer Lesungsreihe mit Angelica Ladurner, Günther Lieder und dem Autor selbst durch Bibliotheken und Kunsträume in Tirol. Der Österreicher Josef Schleich brachte während der NS-Zeit jüdische Menschen über die grüne Grenze nach Jugoslawien. Dabei begab sich Schleich auf eine moralische Gratwanderung vom Schmuggler zum Geschäftsmann, vom Hühnerbauern zum Landwirtschaftsdozenten, vom Reiseleiter zum „Judenschlepper“. Seine Wohnung diente als Umschlagplatz verfolgter Menschen, als Ausgangspunkt seiner Reisen durch die Weltgeschichte und gleichzeitig als Schauplatz rauschender Feste mit hochrangigen Nazis. „Reisebüro Schleich“ bringt die Vergangenheit mit der Gegenwart in Berührung, um moralische Ambivalenzen von Fluchthilfe und Schlepperei abzuwägen.

AntragstellerInnen

Peter Lorenz

Website

Standort

Österreich

Beschluss

18.05.2026

Kategorie

Veranstaltung

Schwerpunkt

Gedenken / Erinnern

Fördermittel

Nationalfonds-Budget

Hinweis

Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.