Denk-, Informations- und Lernort: "Anschlussdenkmal" Oberschützen
Projekt
Beschreibung
Nach dem „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland initiierten lokale Nationalsozialisten den Bau eines „Anschlussdenkmals“ in Oberschützen, der mit Hilfe der Bevölkerung 1939 realisiert wurde. Das Denkmal steht auf einer Anhöhe und ist weithin gut sichtbar; es besteht aus einem weiträumigen Säulenhof und gilt als einzigartiges und größtes NS-Denkmal seiner Art in Österreich. Nach 1945 wurden die explizit nationalsozialistischen Teile des Denkmals entfernt. Erst 1997 erfolgte eine Umdeutung in ein Mahnmal gegen Gewalt und Rassismus und 2016 eine Stellung unter Denkmalschutz. Im Zuge des Projektes wurden Vorschläge für eine Umgestaltung des Platzes vor dem Denkmal erarbeitet, und es setzte sich ein Entwurf durch. Konkret sollen 4 Informationssäulen und eine Sitzgelegenheit aus Sichtbeton errichtet werden. Je Säule thematisieren 4 Tafeln 4 große Themenbereiche: Vorgeschichte, NS-Geschichte, Zeit nach 1945, Zukunft. Jede Tafel ist mit Bildern und einem Haupttext in deutscher sowie Zusammenfassungen in ungarischer und englischer Sprache versehen. QR-Codes verweisen auf Webseitenverknüpfungen. Wissenschaftlich abgesichert, aber in verständlicher Sprache, soll so die Öffentlichkeit über die Geschichte des Denkmals informiert werden.
AntragstellerInnen
Gemeinde Oberschützen
Website
Standort
Österreich
Beschluss
18.05.2026
Kategorie
Denkmal - Mahnmal
Schwerpunkt
Gedenken / Erinnern
Fördermittel
Nationalfonds-Budget
Hinweis
Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.