Elazar
Projekt
Beschreibung
Elazar ist ein 60-minütiger Dokumentarfilm über das Leben und Werk des berühmten österreichisch-israelischen Dichters und Aphoristikers Elazar Benyoëtz (geb. Paul Koppel). Elazar Benyoëtz wurde 1937 in eine gläubige jüdische Familie in Wiener Neustadt geboren. Kurz darauf floh seine Familie vor der Bedrohung durch die Nazis über Bratislava und Budapest ins Mandatsgebiet Palästina. Dort sprach die Familie Koppel nach dem frühen Tod des Vaters ausschließlich Hebräisch. Erst als Benyoëtz als Teenager die Gedichte von Else Lasker-Schüler entdeckte, begann er, seine Muttersprache wieder zu lernen. Elazar Benyoëtz Faszination für deutsch-jüdische Literatur wuchs weiter, bis er 1962 die Entscheidung traf, nach Berlin zu ziehen – drei Jahre bevor beide Länder formelle Beziehungen aufnahmen. Dort stieß er das Mammutprojekt an, das später Renate Heuer jahrzehntelang weiterführte: die Bibliographia Judaica. Nach drei Jahren zog er zurück nach Israel, wurde unter anderem als Rabbiner ordiniert und heiratete die algerische Kalligraphin Renée Guegj. Er war bestrebt, eine literarische Karriere als hebräischer Dichter hinzulegen und wurde als jüngstes Mitglied in die Hebrew Writer's Association aufgenommen. Aufgrund der immer weiter steigenden Zahl antisemitischen Vorfälle kann dieser Dokumentarfilm dazu beitragen, Vorurteile und Antisemitismus abzubauen.
AntragstellerInnen
Shimon Galiley
Standort
Israel
Beschluss
18.05.2026
Kategorie
Dokumentarfilm
Schwerpunkt
Gedenken / Erinnern
Fördermittel
Nationalfonds-Budget
Hinweis
Inhalt und Beschreibung der Projekte basieren grundsätzlich auf Angaben der jeweiligen AntragstellerInnen. Diese werden vom Nationalfonds für die Veröffentlichung auf der Website redigiert und anschließend ins Englische übersetzt. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten übernommen werden.