Bericht über BUCH WIEN 2018

BUCH WIEN 2018

Vom 7. bis 11. November nahm der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus zum ersten Mal als Aussteller an der Messe BUCH WIEN 2018 teil. Bei diesem größten Buch- und Literaturevent Österreichs mit 380 Austellern aus 20 Ländern wurden ca. 51.000 BesucherInnen begrüßt, so die BUCH WIEN.

Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels, eröffnete die BUCH WIEN mit den optimistischen Worten: „Ich glaube an die Zukunft der Branche. Vor allem glaube ich an die Leserinnen und Leser.“

Für den Nationalfonds war es besonders wichtig, die Buchreihe „Erinnerungen“ als einzigartige Sammlung lebensgeschichtlicher Zeugnisse sowie als Wahrung des Andenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Gedenkjahr 2018 einem breiten LeserInnenkreis vorzustellen.

Unser Stand

Am Stand E28 neben der ORF-Bühne hatten Interessierte die Möglichkeit, sich über den Nationalfonds zu informieren. Diverses Informationsmaterial wie Flyer, Broschüren, die Medieninformation und das Jubiläumsmagazin „20 Jahre Nationalfonds“ standen zur freien Entnahme. MitarbeiterInnen des Nationalfonds beantworteten vor Ort alle Fragen und berichteten über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten des Nationalfonds.

Einen wichtigen Platz auf dem Buchregal nahm natürlich die 2011 gegründete Buchreihe „Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus“ ein. Buchbegeisterte konnten in die letzten Bände zu den Themen „Exil in Asien“ und „Exil in Australien“ hineinblättern oder die ersten, bereits vergriffenen Bände 1–3 durchsehen sowie als E-Book öffnen.

Neben der Buchreihe stellte der Nationalfonds auch weitere Publikationen zur Ansicht auf: den Dokumentationsband über die ehemalige österreichische Ausstellung in Auschwitz „Österreichische Gedenkstätte 1978–2013. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau“, das vom KuratorInnenteam der neuen Ausstellung herausgegebene Postkartenbuch „Österreich | Auschwitz. Zeichnungen von Jan Kupiec 1945“ sowie die aktuellen Bände der vom Allgemeinen Entschädigungsfonds mitherausgegebenen Buchreihe „Entscheidungen der Schiedsinstanz“.

Interaktives Gedenken

Ein besonderer Blickfang war ein großer Touchscreen, der dem Nationalfonds von der Firma ThisPlay zur Verfügung gestellt wurde. Auf einem großen Display konnte man die Fotos von Personen und Familien sowie deren kurze Biografien abrufen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Touchscreen interaktiv zu gedenken: Die BesucherInnen der Messe konnten – analog zum jüdischen Brauch, einen kleinen Stein auf ein Grab zu legen, um dadurch die Verpflichtung auszudrücken, Verstorbene nicht zu vergessen ­– einen digitalen Stein auf dem Display hinterlassen.

Gespräch mit Susanne Altschul

Am Sontag, den 11. November, führte Dr.in Renate S. Meissner, stv. Generalsekretärin und wissenschaftliche Leiterin des Nationalfonds sowie Herausgeberin der Buchreihe, ein halbstündiges Gespräch mit Mag.a Susanne Altschul. Susanne Altschul ist die Tochter von Heinz Altschul, dessen Lebensgeschichte als eine von 21 Lebens- und Fluchtgeschichten österreichischer NS-Überlebender im fünften Band der Buchreihe „Erinnerungen“ abgedruckt ist. Renate S. Meissner und Susanne Altschul sprachen über die Ereignisse in Wien 1938, über Flucht und Rückkehr sowie über die Wichtigkeit, Erinnerungen zu bewahren. Auch interessante Passagen aus dem Buch „Exil in Australien“ wurden vorgelesen. 

Buchbestellung

Die aktuellen Bände der Buchreihe „Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus“ sind zum Selbstkostenpreis von € 17,50 für Band 4 (bestehend aus drei Teilbänden) und € 26,00 für Band 5 (bestehend aus drei Teilbänden) direkt beim Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus per Nachnahme oder Selbstabholung erhältlich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an: buchbestellungen@nationalfonds.org.

Die Bände der Buchreihe „Erinnerungen“ werden für den Unterrichtsgebrauch und die Schulbibliothek kostenlos an Schulen gegen Portoübernahme oder Selbstabholung abgegeben: schulversand@nationalfonds.org.