Gedenkstätte für Rom:nja und Sinti:zze: Workshop im Parlament
Am Freitag, 27. Februar 2026, fand im Parlament ein Workshop zur Vorbereitung des künstlerischen Wettbewerbs für die geplante Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus den Reihen der Rom:nja und Sinti:zze statt.
Der Nationalfonds ist gesetzlich mit der Planung, Errichtung und künftigen Instandhaltung dieser Gedenkstätte betraut. Damit wurde ein klarer Auftrag formuliert: ein würdiges Denkmal für die Opfer zu schaffen und ihrer Geschichte und ihrem Schicksal dauerhaft Sichtbarkeit im öffentlichen Gedenken zu geben.
Im Workshop kamen Vertreter:innen der Volksgruppe mit Fachleuten aus Architektur, Kunst im öffentlichen Raum und Wettbewerbswesen zusammen. Im Mittelpunkt stand die weitere Konkretisierung der gestalterischen Kriterien der geplanten Gedenkstätte.
Ein Impulsvortrag von KÖR, Kunst im öffentlichen Raum Wien, zur Gestaltung zeitgenössischer Denkmäler sowie Beiträge von Fachexpert:innen zu Wettbewerbsverfahren brachten fachliche Perspektiven ein und trugen zur weiteren Präzisierung der Grundlagen für den Wettbewerb bei.
Die Frage des Standorts der Gedenkstätte wird derzeit weiterhin im Dialogprozess mit den beteiligten Stakeholdern erörtert.
Eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus der Rom:nja und Sinti:zze ist Ausdruck historischer Verantwortung. Sie soll dazu beitragen, einer Opfergruppe des Nationalsozialismus, die über Jahrzehnte im öffentlichen Bewusstsein zu wenig sichtbar und unterrepräsentiert war, den ihr gebührenden Platz in der österreichischen Erinnerungskultur zu geben.