„Gelesene Erinnerungen“: Kooperationsprojekt zum Holocaust-Gedenktag 2026 im Jüdischen Museum Wien
Anlässlich des Internationalen Holocaustgedenktags startet am 22. Jänner 2026 das Projekt „Gelesene Erinnerungen“. In Kooperation mit dem Nationalfonds verwandelt sich das Jüdische Museum Wien in einen Ort der aktiven Reflexion und des Zuhörens. Im Zentrum stehen die lebensgeschichtlichen Zeugnisse aus der Buchreihe „Erinnerungen“.
Mit dem Schwinden der Generation der Zeitzeug:innen stehen wir vor der Herausforderung, die Geschichte von Holocaust und Schoa für kommende Generationen lebendig und greifbar zu erhalten. Das Projekt „Gelesene Erinnerungen“ setzt genau hier an: Es gibt den schriftlich überlieferten Berichten eine Stimme und lädt dazu ein, innezuhalten und die persönlichen Schicksale in der Gegenwart nachwirken zu lassen.
Die Buchreihe „Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus“
Die Texte, die im Rahmen der Lesungen präsentiert werden, entstammen der umfassenden Buchreihe des Nationalfonds. Seit vielen Jahren dokumentiert der Fonds darin die Lebenswege von Menschen, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Diese Berichte sind weit mehr als historische Dokumente; sie sind ein bleibendes Vermächtnis, das nun im Rahmen des Projekts hörbar gemacht wird.
Alle Bände der Reihe online entdecken: Die Buchreihe „Erinnerungen“ umfasst zahlreiche Bände mit persönlichen Biografien und Briefen. Eine Übersicht sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie hier: Zur Buchreihe „Erinnerungen“
Eine offene Lesebühne im Museum
Vom 22. Jänner bis zum 17. Februar 2026 wird der Project Space im Atrium des Jüdischen Museums Wien (Dorotheergasse) zur offenen Bühne. An sechs Terminen lesen namhafte Schauspieler:innen renommierter Wiener Bühnen (u. a. Burgtheater, Volkstheater, Schauspielhaus) Auszüge aus den Erinnerungen Überlebender.
Parallel dazu bietet der Raum die Möglichkeit zur individuellen Auseinandersetzung: Besucher:innen sind eingeladen, in den vom Nationalfonds bereitgestellten Bänden der Buchreihe „Erinnerungen“ zu lesen – sei es für sich allein oder im gemeinsamen Austausch.
Termine und Mitwirkende
Der Eintritt zu allen Lesungen ist kostenlos. Anmeldung/Buchung möglich, aber nicht notwendig.
| Datum | Uhrzeit | Mitwirkende (Auszug) |
|---|---|---|
| 22. Jänner (Eröffnung) | 17:00 – 18:00 | Andrej Agranovski, Karoline Reinke, Nancy Mensa-Offei, Kaspar Locher |
| 28. Jänner | 17:00 – 18:30 | Sophia Löffler, Stefan Suske, Dörte Lyssewski, Zeynep Buyraç |
| 02. Februar | 17:00 – 18:00 | Markus Meyer, Scharmien Zandi, Tobias Reinthaller, Sabine Haupt |
| 05. Februar | 17:00 – 18:00 | Markus Hering, Grischka Voss, Zoé Herscovici, Julian Valerio Rehrl |
| 09. Februar | 17:00 – 18:30 | Dorothee Hartinger, Dunja Sowinetz, Florian Tröbinger, Ulrich Reinthaller, Günther Wiederschwinger |
| 17. Februar | 17:00 – 18:00 | Michaela Klamminger, Elisa Perlick, Josefine Merle Häcker, Anna Golde, Marie Stockinger |
Hinweis
Ein Projekt des Jüdischen Museums Wien in Kooperation mit dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. Mit freundlicher Unterstützung des Burgtheaters, Schauspielhauses Wien und Volkstheaters.