Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich für Renate S. Meissner und Christine Schwab

Nationalratspräsidentin Bures überreichte heute im Palais Epstein der stellvertretenden Generalsekretärin des Nationalfonds, Dr. Renate S. Meissner, und der stellvertretenden Generalsekretärin des Entschädigungsfonds, Mag.a Christine Schwab das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Aus der Parlamentskorrespondenz Nr. 933/2017 vom 28. August 2017:

Nationalratspräsidentin Doris Bures hat heute Renate S. Meissner, stellvertretende Generalsekretärin und Leiterin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, und Christine Schwab, stellvertretende Generalsektretärin und Leiterin des Allgemeinen Entschädigungsfonds, das von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliehene Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. In den vergangenen Jahren sei in Bezug auf die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit viel bewegt worden, ohne den unermüdlichen und persönlichen Einsatz von Meissner und Schwab wären diese Erfolge nicht möglich gewesen, zollte Bures den beiden tiefen Respekt. Es sei ein Handvoll starker und engagierter Frauen gewesen, die im National- und Entschädigungsfonds Aufbau- und Pionierarbeit geleistet habe.

Meissner war als dienstälteste Mitarbeiterin gemeinsam mit Generalsekretärin Hannah Lessing maßgeblich am Aufbau des Nationalfonds beteiligt und wurde 2001 zur Bereichsleiterin des Fonds bestellt. Zudem ist sie für die Abwicklung der im Washingtoner Abkommen geregelten Mietrechtsentschädigung zuständig und fungiert seit 2006 auch als wissenschaftliche Leiterin des Nationalfonds. Unter ihrer Verantwortung werden die Lebensgeschichten betroffener NS-Opfer aufgezeichnet und wissenschaftlich aufgearbeitet. Damit würden nicht nur viele Personen Zugang zu den Lebensgeschichten der Opfer erhalten, betonte Bures, diese seien auch wichtige zeitgeschichtliche Dokumente und eine Mahnung für die Zukunft. Meissner selbst äußerte den Wunsch, dass der Nationalfonds auch weiterhin "als helles Licht der Republik leuchtet".

Christine Schwab ist seit 1995 Mitarbeiterin des Nationalfonds und seit 2001 stellvertretende Generalsekretärin und Bereichsleiterin des Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus. Die Juristin war auch an der Erarbeitung der gesetzlichen Grundlagen des Entschädigungsfonds und der Mietrechtsentschädigung beteiligt und hat das Verfahren zur Abwicklung der Entschädigungszahlungen mitentwickelt. Angesichts der Lebensgeschichten der NS-Opfer sei die Arbeit nicht immer leicht, sagte Schwab, sie sei aber dankbar, dass sie für den Nationalfonds und den Entschädigungsfonds arbeiten dürfe. Dadurch habe sie Gelegenheit bekommen, viele wunderbare Menschen kennenzulernen.

Überreicht wurden die Ehrenzeichen bei einem Empfang im Palais Epstein. Für die musiklaische Umrahmung sorgten Shria Epstein (Violine) und Roland Lindenthal (Cello).