Nationalfonds-Spitze besuchte KZ-Gedenkstätte Auschwitz
Eine österreichische Delegation unter der Leitung des Zweiten Nationalratspräsidenten und Vorsitzenden des Kuratoriums des Nationalfonds Peter Haubner besuchte gemeinsam mit den beiden Vorständinnen des Nationalfonds Hannah Lessing und Judith Pfeffer die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau sowie historische Orte in Krakau.
Im ehemaligen Stammlager Auschwitz I erwies die Delegation den Opfern bei einer Gedenkzeremonie an der „Todeswand“ mit einer Kranzniederlegung die Ehre. Der anschließende Rundgang führte unter anderem durch die österreichische Länderausstellung in Block 17. Diese beleuchtet die Geschichte Österreichs im Nationalsozialismus in ihrer gesamten Komplexität – sie erinnert an das Schicksal der österreichischen Opfer im Lagerkomplex Auschwitz-Birkenau und setzt sich zugleich mit der Involvierung österreichischer Täterinnen und Täter auseinander.
Im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau gedachte die Delegation am Gedenkort für Sinti und Roma im NS-Sprachgebrauch zynisch so genannten „Zigeunerfamilienlager“ und besichtigte die Rampe sowie das Lagergelände.
Österreichische Ausstellung als zentraler Lernort
Die Länderausstellung in Block 17 ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und Bildung. Um Pädagoginnen und Pädagogen in ihrer Vermittlungsarbeit zu stärken, organisiert der Nationalfonds in Kooperation mit erinnern:at auch dieses Jahr im September die Studienfahrt für Lehrende nach Auschwitz.
Abgerundet wurde der Arbeitsbesuch in Krakau mit einem Besuch im Museum der ehemaligen Emaille-Fabrik Oskar Schindlers, im historischen jüdischen Viertel Kazimierz sowie im Jüdischen Museum Galizien, um Einblicke in das jüdische Leben der Region vor, während und nach der Shoah zu vertiefen.