Opfer. Täter. Daten. Entität, Identität und Dokumentation in der Holocaustforschung und -erinnerung
EHRI-ERIC transnationales interdisziplinäres Seminar von EHRI-AT und EHRI-DE.
Wann: 28. – 30. September 2026
Das Seminar widmet sich der methodischen und ethischen Neuausrichtung der Holocaust-Forschung im digitalen Zeitalter. Die zentrale Frage lautet, wie die historischen Identitäten von Opfern, Tätern und Verfolgten aus fragmentierten Archiven und verstreuten Datensilos in präzise digitale Entitäten übersetzt werden können. Unter Einsatz innovativer Techniken wie der automatisierten Texterkennung (HTR), der Georeferenzierung (GIS) und datenwissenschaftlicher Methoden werden die Teilnehmer:innen die technischen Möglichkeiten und deren ethische Grenzen erörtern.
Das Programm verbindet praktische Einblicke in die Arbeit mit großen Datenbanken persönlicher und dokumentarischer Aufzeichnungen mit grundlegenden Überlegungen zum Datenschutz, zum Schutz der Würde des Einzelnen und zur Verantwortung einer opferzentrierten Erinnerungskultur.
Das Seminar ist nicht öffentlich, bei Interesse wenden Sie sich bitte an office@injoest.ac.at.
Organisation
EHRI-AT
Benjamin GRILJ, Sabine HÖDL (Institut für jüdische Geschichte Österreichs/Injoest)
Susanne BETZ, Peter STADLBAUER (Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus)
Wolfgang SCHELLENBACHER (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes/DÖW)
EHRI-DE
Johannes MEERWALD (EHRI-DE/Zentrum für Holocaust-Studien/Institut für Zeitgeschichte München)