Organe des Nationalfonds

Die Organe des Nationalfonds sind das Kuratorium, die Generalsekretärin und das Komitee. Sie sind im folgenden Organigramm rot gekennzeichnet, die Organe des Entschädigungsfonds gelb und jene des Friedhofsfonds grün.

Organigramm KuratoriumBeiratKomiteeAntragskomiteeSchiedsinstanz für NaturalrestitutionGeneralsekretärin
Organigramm

Kuratorium

Das Kuratorium ist das oberste Organ des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, des Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus und des Fonds zur Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe in Österreich. Ihm obliegt unter anderem die Richtlinienkompetenz, die Geschäfts- und die Finanzordnung bezüglich der von den Fonds zu erbringenden Leistungen. Überdies obliegt ihm die Beschlussfassung über die Veranlagung des Fondsvermögens und die Kontrolle über dessen widmungsgemäße Verwendung.

Dem Kuratorium gehören an: 1. Die Präsidenten des Nationalrates, 2. der Bundeskanzler, der Vizekanzler, der Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten, der Bundesminister für Arbeit und Soziales, der Bundesminister für Finanzen und der Bundesminister für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (oder von diesen entsandte Vertreter aus dem jeweiligen Ressort), 3. zwölf weitere Mitglieder, die vom Hauptausschuss des Nationalrates gewählt werden.

Die vom Hauptausschuss zu wählenden Mitglieder sind dem Kreis der Mitglieder des Nationalrates und des Bundesrates einschließlich früherer Mitglieder des Nationalrates und des Bundesrates, sonstiger anerkannter Persönlichkeiten des öffentlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens Österreichs sowie Vertretern der betroffenen Opfer zu entnehmen und werden für die Dauer einer Gesetzgebungsperiode gewählt. Sie bleiben bis zur Wahl neuer Mitglieder im Amt.

An der Spitze des Kuratoriums steht der/die NationalratspräsidentIn. Seit Gründung des Nationalfonds 1995 bis zum Jahr 2002 war Dr. Heinz Fischer (SPÖ) Vorsitzender des Kuratoriums. Von Dezember 2002 bis zum Oktober 2006 lag der Vorsitz bei Dr. Andreas Khol (ÖVP). Von Oktober 2006 bis August 2014 war Mag.a Barbara Prammer (SPÖ), von September 2014 bis November 2017 Doris Bures (SPÖ) und von November bis Dezember 2017 Elisabeth Köstinger (ÖVP) Vorsitzende des Kuratoriums. Seit Dezember 2017 ist Mag. Wolfgang Sobotka (ÖVP) Vorsitzender des Kuratoriums.

Auf Vorschlag des/der Vorsitzenden wird vom Kuratorium ein Kontrollausschuss für die Dauer der Legislativperiode bestellt.

Personelle Zusammensetzung

Mitglieder

Dr. Brigitte Bierlein, Bundeskanzlerin

Doris Bures, Zweite Präsidentin des Nationalrates

Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Mag. Martin Engelberg, Abgeordneter zum Nationalrat; Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei

DDr. Barbara Glück, Bundesministerium für Inneres / KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Prof. Dr. Udo Jesionek, Präsident des Jugendgerichtshofes Wien i. R.

Dr. Gerhard Kastelic, (Beratendes Mitglied)

Anneliese Kitzmüller, Dritte Präsidentin des Nationalrates

David Lasar, Abgeordneter zum Nationalrat; Freiheitlicher Parlamentsklub

Willi Mernyi, (Beratendes Mitglied)

Dipl.-Kfm. Eduard Müller, MBA, Bundesminister für Finanzen

Dr. Gerald Netzl, Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs

Fritz Neugebauer, (Beratendes Mitglied)

Mag. Dr. Iris Eliisa Rauskala, Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Andreas Sarközi, Kulturverein österreichischer Roma

Mag. Alexander Schallenberg, LL.M., Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres

Dr. Nikolaus Scherak, MA, Abgeordneter zum Nationalrat, Parlamentsklub Neos

Dr. Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Linz; Diözesanbischof

Mag. Wolfgang Sobotka, Nationalratspräsident (Vorsitzender)

MR Mag. Terezija Stoisits, (Beratendes Mitglied)

Dr. Harald Troch, Abgeordneter zum Nationalrat; Sozialdemokratischer Parlamentsklub

MinR. Priv.-Doz. Mag. Dr. Helmut Wohnout, Leiter der Medienabteilung des BKA

Dr. Alma Zadić, LL.M., Abgeordnete zum Nationalrat; Parlamentsklub JETZT

Mag. Dr. Brigitte Zarfl, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz