Projektförderung des Nationalfonds

Seit 1996 fördert der Nationalfonds gemäß seinem gesetzlichen Auftrag Projekte. Bei der Projektförderung finden alle Opfergruppen des Nationalsozialismus Berücksichtigung. Der Nationalfonds legt bei der Vergabe der Fördergelder sein Hauptaugenmerk auf die noch lebenden Opfer des Nationalsozialismus. Daher werden insbesondere soziale, medizinische sowie psychotherapeutische Projekte unterstützt, die den Opfern direkt zugute kommen. Darüber hinaus werden aber auch Projekte gefördert, die der wissenschaftlichen Erforschung des Nationalsozialismus und des Schicksals seiner Opfer dienen, an das nationalsozialistische Unrecht erinnern oder das Andenken an die Opfer wahren. Bildungspolitischen Projekten und Gedenkprojekten kommt ein besonders hoher Stellenwert zu.

Die Projektfinanzierung erfolgt aus Budgetmitteln des Nationalfonds; bis 2010 standen auch die Mittel des Internationalen Fonds für Opfer des Nationalsozialismus für Projektförderungen zur Verfügung. Seit 2013 werden verbleibende Mittel der Mietrechtsentschädigung für Programme zugunsten von NS-Opfern verwendet.

Statistik zur Projektförderung, Stand: Oktober 2017

Der Nationalfonds hat bisher Projekte und Programme im Gesamtausmaß von insgesamt rund 28 Millionen Euro gefördert.

Fördermittel Anzahl der Projekte und Programme Fördersumme in Millionen Euro
Nationalfonds-Budget 1.632 18,93
"Raubgold"-Fonds 197 8,37
Restmittel gem. § 2b NF-G 32 1,31
Gesamt 1.861 28,61