Unterstützung bei Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft

2019 wurde die Novelle zum österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen, die künftig einen erleichterten Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft für Opfer des Nationalsozialismus und ihre Nachkommen ermöglicht.

In Österreich ist in Staatsbürgerschaftsangelegenheiten grundsätzlich die Magistratsabteilung 35 (MA 35) zuständig:

MA 35 Fachbereich Staatsbürgerschaft
1200 Wien, Dresdner Straße 93, Block C
E-Mail:

Die neuen gesetzlichen Regelungen zur Erlangung der Staatsbürgerschaft für Nachkommen von NS-Opfern treten erst mit 1. September 2020 in Kraft. Ab dann wird ein Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft für berechtigte Personen durch schriftliche Anzeige – das heißt ohne Antragstellung – möglich sein. Vor diesem im Gesetz vorgesehenen Termin ist eine solche Anzeige nicht möglich.

Für Personen, die in Hinblick auf die aktuelle Gesetzesänderung Fragen haben, ist die MA35 als zuständige Behörde daher die erste Anlaufstelle bei allen Fragen und Anliegen, die einen Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft betreffen. Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, welche Nachweisdokumente beziehungsweise Angaben nach den neuen gesetzlichen Regelungen notwendig sein werden.

Die neue Bestimmung des Staatsbürgerschaftsgesetzes sieht vor, dass die MA35 als zuständige Behörde den Nationalfonds als Sachverständigen beiziehen kann. In diesem Sinne wird der Nationalfonds zur Unterstützung in künftigen Verfahren gerne zur Verfügung stehen und gerne bei Recherchen nach etwaig notwendigen Dokumenten behilflich sein.

Mit Zustimmung der anfragenden Personen leitet der Nationalfonds gerne übermittelte Angaben/Dokumente bereits jetzt (also noch vor dem 1. September 2020) an die zuständige Magistratsabteilung 35 weiter.