Newsletter Juli/August 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Newsletter dürfen wir Sie über Neuigkeiten aus dem Nationalfonds und Friedhofsfonds informieren.
Simon-Wiesenthal-Preis 2025: Bekanntgabe der Nominierten und Preisverleihung

Bild: Parlamentsdirektion
Auch im fünften Jahr der Ausschreibung war das Interesse groß: Beim Nationalfonds sind rund 280 Bewerbungen aus über 30 Ländern für den Preis eingelangt, der besonderes zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und/oder für die Aufklärung über den Holocaust auszeichnet – von engagierten Menschen im Alter von 18 bis 100 Jahren. Die Auswahl fiel angesichts der Vielzahl herausragender Initiativen denkbar schwer. Auf Grundlage der Nominierungen durch die Jury hat das Kuratorium des Nationalfonds am 1. Juli 2026 die finalen Preisträgerinnen und Preisträger der drei Kategorien gewählt. Die Bekanntgabe sowie die Ehrung der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen finden am 12. November 2026 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Parlament statt. Zu den Nominierungen
Weitere Beschlüsse der Kuratoriumssitzungen von Nationalfonds und Friedhofsfonds

Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
In den am 1. Juli 2026 stattgefundenen Kuratoriumssitzungen wurden wichtige Beschlüsse gefasst. Für die aktuelle Förderperiode des Nationalfonds wurden insgesamt 93 Projektanträge vorgelegt, von denen 44 Anträge mit einer Gesamtsumme von rund 270.000 Euro positiv beschlossen wurden. Davon flossen 27.000 Euro in zwei soziale und medizinische Programme sowie 243.000 Euro in 46 Projekte zur NS-Aufarbeitung und zum Opfergedenken, davon zwei Projekte im Rahmen des Förderschwerpunkts 2025 bis 2026. Zu den geförderten Projekten
Das Kuratorium des Fonds zur Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe in Österreich hat auf Empfehlung des Beirats zwei Förderanträge mit einer Gesamtsumme von rund 364.000 Euro genehmigt. Damit werden Instandsetzungsarbeiten am jüdischen Friedhof Währing (13. Teilprojekt mit rund 257.000 Euro) sowie am Zentralfriedhof Tor IV (7. Teilprojekt mit rund 107.000 Euro) gefördert. Zu den geförderten Instandsetzungen
Erster Schüleraustausch zwischen Österreich und Israel gelungen

Foto: BKA/Valentin Brauneis
Am Sonntag, dem 21. Juni, wurde der Auftakt für den Besuch israelischer Schulen in Österreich gesetzt. Insgesamt 23 Schülerinnen und Schüler aus Jerusalem nahmen für fünf Tage an einem Austausch mit ihren Partnerschulen in Wien teil. Beteiligt waren die 10. und 11. Schulstufe des GRG13 Wenzgasse und des GRG23 Alterlaa sowie die israelische Leyada School und Sieff Marks School. Das Programm ermöglichte den Jugendlichen Einblicke in Alltag, Politik und Gesellschaft des jeweiligen Partnerlandes und förderte den persönlichen Austausch über kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Das Schulaustauschprogramm Österreich–Israel wurde im Auftrag des Nationalfonds, in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und gemeinsam mit der OeAD, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung, konzipiert und umgesetzt. Zur Pressemitteilung
Rückblick: Konferenz „Gedenken neu denken“ im Parlament Österreich

Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner
Digitale Räume eröffnen Wege der Geschichtsvermittlung, bergen jedoch gleichzeitig das Risiko einer Verzerrung historischer Fakten. Am 19. Juni 2026 luden der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner und der Nationalfonds zu einer hochkarätig besetzten Konferenz in das Hohe Haus.
Die Konferenz brachte Expert:innen, Engagierte und Vertreter:innen unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche zusammen. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Holocaust-Leugnung und -Verzerrung im digitalen Raum wirksam begegnet und Gedenken zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Nach der Analyse aktueller Herausforderungen am Vormittag wurde es am Nachmittag interaktiv: Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden Ideen und konkrete Lösungsansätze. Der bereichsübergreifende Austausch brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen, stieß neue Kooperationen an und setzte Impulse für die Weiterentwicklung der Gedenk- und Erinnerungskultur. Zum Rückblick
Zentrale Gedenkstätte für Rom:nja und Sinti:zze und nationaler Gedenktag am 2. August

Foto: Nationalfonds/Johannes Zinner
Nachdem im April 2026 der Standort für die zentrale Gedenkstätte am Weghuberpark vor dem Justizministerium beschlossen worden war, laufen die Vorbereitungen für den zweistufigen, europaweit ausgeschriebenen künstlerischen Wettbewerb zur Gestaltung der Gedenkstätte. Dazu fand am 3. Juli im Parlament ein Treffen mit Vertreter:innen der Volksgruppe und des Volksgruppenbeirats statt, um die weiteren Schritte zu koordinieren. Die Ausschreibung startet im Herbst 2026. Zur geplanten Gedenkstätte
Anlässlich des europäischen und nationalen Holocaust-Gedenktags für Roma und Sinti am 2. August finden Gedenkveranstaltungen in Österreich sowie im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau statt. Der Gedenktag erinnert an den Widerstand und die Ermordung von etwa 4.300 inhaftierten Sinti und Roma im sogenannten „Zigeunerlager“ durch die SS in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944.
Am Freitag, dem 31. Juli 2026, wird mit einer Kranzniederlegung im Weiheraum des Burgtors in Wien der NS-Opfer aus den Reihen der Rom:nja und Sinti:zze gedacht, am Nachmittag desselben Tages findet eine Gedenkfeier am jüdischen Friedhof in Lackenbach statt. Die internationale Gedenkfeier findet am 2. August 2026 in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau statt und wird ab 11:30 Uhr im Livestream übertragen. Am Nachmittag des 2. August findet um 14:30 Uhr eine vom Nationalfonds unterstützte Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung im Wiener Stephansdom statt.
Abschied von Dr. Erich Kussbach

Foto: Nationalfonds/Tomo Grabovac
Mit großer Trauer mussten wir erfahren, dass Botschafter Hon.-Prof. Dr.Dr.h.c. Erich Kussbach, LL.M. (Yale), von 2001 bis 2021 Mitglied der Schiedsinstanz für Naturalrestitution, am 10. Juli 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Von 2001 bis 2021 gehörte Kussbach der beim Allgemeinen Entschädigungsfonds eingerichteten Schiedsinstanz für Naturalrestitution an, die Anträge auf Rückstellung von während des Nationalsozialismus entzogenem Vermögen prüfte. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übte er zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlich aus, bis die Schiedsinstanz nach Erfüllung ihrer Aufgaben 2021 aufgelöst wurde. Zum Nachruf
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Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Sommer – bleiben Sie uns gewogen.
Mit den besten Grüßen,
Ihr Nationalfonds-Team