Newsletter November 2026
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Nationalfonds,
der Herbst bringt eine Vielzahl an Aktivitäten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen mit sich. In dieser Ausgabe blicken wir auf ereignisreiche Wochen zurück und informieren über bevorstehende Veranstaltungen.
Neuerscheinung: Band 9 der Buchreihe „Erinnerungen“ widmet sich dem Exil in Südamerika

Grafik: Nationalfonds/Renate Stockreiter
Die Bewahrung von Lebensgeschichten und das Sichtbarmachen persönlicher Schicksale stehen im Zentrum unserer erfolgreichen Buchreihe „Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus“. Nun ist Band 9 erschienen, der sich mit dem Exil in Südamerika auseinandersetzt. Die Publikation zeichnet die Fluchtwege und das oft entbehrungsreiche, aber auch von Neuanfängen geprägte Leben von Menschen nach, die vor dem NS-Regime bis in den fernen Kontinent fliehen mussten. Die Bände sind eine wertvolle Ressource für die historisch-politische Bildung und für Schulen kostenlos erhältlich.
Am 5. November 2026 wird die Neuerscheinung in der Österreichischen Botschaft Buenos Aires vorgestellt.
Gedenken an den Novemberpogrom 1938

Foto: Nationalfonds
Anlässlich des Jahrestags des Novemberpogroms von 1938 – bei dem im gesamten Deutschen Reich jüdische Geschäfte, Wohnungen sowie allein in Wien über 40 Synagogen zerstört und tausende Menschen deportiert wurden – finden rund um den 9. November verschiedene Gedenkveranstaltungen statt.
Am 9. November 2026 wird mit einer Kranzniederlegung an der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte in Wien gedacht. Am Abend um 19:00 Uhr widmet sich ein vom Nationalfonds gefördertes, öffentliches Gedenkkonzert im Odeon Theater dem Thema „Frauen im Exil“.
Am Dienstag, dem 10. November 2026, werden im Parlament neue Lernmaterialien zur Ausstellung „Aus dem Leben gerissen“ präsentiert, die Schicksale österreichischer Jüdinnen und Juden nach dem „Anschluss“ 1938 beleuchten.
Am Samstag, den 14. November 2026, um 10:30 Uhr findet vor dem Mahnmal für Roma und Sinti im burgenländischen Lackenbach eine Gedenkveranstaltung statt.
Verleihung des Simon-Wiesenthal-Preises am 12. November 2026

Grafik: Nationalfonds
Am 12. November 2026 wird im feierlichen Rahmen des Parlaments der Simon-Wiesenthal-Preis zum fünften Mal verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Nationalfonds herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement, ehrt den unermüdlichen Einsatz von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und stärkt die Zivilcourage in unserer Gesellschaft.
Ganz im Sinne von Simon Wiesenthals Überzeugung – „Die Grundlage einer Demokratie ist vor allem die Wahrheit“ – holen wir engagierte Menschen und Initiativen vor den Vorhang, die sich aktiv gegen Antisemitismus und für die Aufklärung über den Holocaust und Stärkung der Demokratie einsetzen.
Die Preisverleihung wird live mit englischer Simultanübersetzung auf der Website des Nationalfonds und in der Mediathek des Parlaments übertragen.
Hier finden Sie Informationen zu den Nominierten und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Nationalfonds auf der Interpädagogica und Buch Wien Messe

Grafik: Nationalfonds
Im November ist der Nationalfonds auf zwei Messen vertreten:
Vom 12. bis 14. November 2026 legen wir auf der Interpädagogica in Linz den Fokus auf unsere pädagogischen Materialien für den Unterricht.
Vom 25. bis 29. November 2026 stehen auf der Buch Wien unsere Publikationen – wie die Buchreihe „Erinnerungen“ mit Lebensgeschichten von Verfolgten des NS-Regimes – im Mittelpunkt.
Auf beiden Messen stellen wir die Publikationen des Nationalfonds sowie passende Begleitmaterialien vor. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Rückblick: Der Nationalfonds beim Tag der offenen Tür im Parlament

Foto: Nationalfonds
Anlässlich des Nationalfeiertags öffnete das Hohe Haus am 26. Oktober zum 35. Mal seine Türen für die Bevölkerung.
Auch der Nationalfonds war mit einem Infostand in der prachtvollen Säulenhalle vertreten. Der rege Andrang und die vielen Gespräche verdeutlichten das große Interesse über Generationen hinweg an einer aktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ganz im Sinne unseres Leitgedankens: „Geschichte verstehen. Verantwortung übernehmen. Demokratie stärken.“
Hier geht's zum Rückblick auf den Tag der offenen Tür 2026.
Rückblick: EHRI-Seminar in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten

Foto: Injoest
Von 28. bis 30. September 2026 fand das transnationale, interdisziplinäre EHRI-Seminar unter dem Titel „Victims. Perpetrators. Data. Entity, Identity, and Documentation in Holocaust Research and Remembrance“ in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten statt.
Organisiert von EHRI-AT (darunter der Nationalfonds, das Injoest und das DÖW) gemeinsam mit EHRI-DE, widmete sich die Fachtagung der methodischen und ethischen Fragen der Holocaustforschung im digitalen Zeitalter. Im Fokus standen Fragen der Dokumentation, Datenvernetzung und Identitätsforschung von Opfern und Tätern.
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Mit den besten Grüßen,
Ihr Nationalfonds-Team