Auschwitz

Neben der ständigen Ausstellung zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erzählen die so genannten Länderausstellungen das Schicksal der Bevölkerung jener Länder, aus denen Menschen in den Lagerkomplex Auschwitz deportiert wurden. Zu diesen Länderausstellungen zählte auch jene der Republik Österreich, die im Block 17 der Gedenkstätte errichtet und am 19. März 1978 eröffnet wurde. Diese wurde zeit ihres Bestehens nicht verändert.

Im Juli 2009 beschloss die österreichische Bundesregierung in Umsetzung ihres Regierungsprogramms, Kapitel "Kunst und Kultur", Punkt 17, "Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus", die Neugestaltung der "österreichischen Gedenkstätte" im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager und jetzigen Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Polen. Sie beauftragte den Nationalfonds mit der Koordinierung der Planung und Abwicklung des Gesamtprojekts.

Die neue österreichische Ausstellung im Block 17 des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau steht unter dem Titel "Entfernung. Österreich in Auschwitz". Der Begriff "Entfernung" verweist auf die geografische Distanz zwischen Österreich und Auschwitz, die Teil der nationalsozialistischen Verleugnungsstrategie des Massenmordes war. Zugleich meint Entfernung auch Vernichtung: die physische Entfernung der nach Auschwitz Deportierten, aus Österreich und aus dem Leben.